
Während des Jahrhunderte ist Ponte sehr berühmt in der Veltliner
Geschichte gewesen. Das Tal wurde zur Römerzeit und vielleicht schon früher besiedelt,
aber nur im 11. Und 12. Jahrhundert erreichte es seine Autonomie, mit der Geburt der
ersten Zünfte und Kommunen.
Familien aus Como haben diesem Prozeß geholfen. Ob der Name Ponte aus einer strategisch
berühmten Brücke, oder aus dem römischen Namen Pontius kommt, weiß man nicht genau.
Im 15. Jahrhundert spricht man schon über eine Gemeinschaft der Familie Quadrio, die an
den politischen Ereignissen teilnimmt.
Der Fluß Rhon war die Begrenzung zwischen den beiden Gemeinden, obwohl es immer wieder
Streitfragen zur genauen Grenzbestimmung gab.
Seit fast 12. Jahrhunderten besteht die Kirche St. Moritz, die im Jahre
1347 durch einen romanischen Glockenturm erweitert wurde.
Im 16. Jahrhundert zogen die Graubündner Jesuiten in das Kloster ein, und gründeten ein
Internat.
Der religiöse Orden und der Landadel erlauben dem Dorf, sich von den anderen zu
unterscheiden. In Ponte leben viele reiche, gebildete, kultivierte Familien, zu denen
berühmte Persönlichkeiten zum Beispiel der Historiker Francesco
Saverio Quadrio und der Astronom Giuseppe Piazzi gehören.
Im 19. Jahrhundert ist Ponte noch sehr berühmt, vor allem Dank der landwirtschaftlichen
Erträge, die aber heute nicht mehr ausreichen. In den letzen Jahren jedoch verliest Ponte
an industrieller Bedeutung vor allem wegen seiner schwierigen gebirgigen Lage.
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Francesco Saverio Quadrio ist in Ponte am 1. Dezember 1695 geboren.
Er wurde einer der Gelehrtesten seiner Zeit. Papst Benedetto XIV schätzte ihn sehr und erlaubte ihm, den Jesuitenorden zu verlassen, um weltlicher Priester zu werden und seine Studien zu vertiefen. Er schrieb viel, zum Beispiel eine drei bändige Geschichte über Veltlin. Er lebte seine letzte Jahre in Mailand, wo er am 21. November 1756 stirb.
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Er ist in Ponte am 16. Juli 1746 geboren. Er entdeckte im Jahr 1801 den
Planetoiden Jupiter, den er "Cerere F.", zu Siziliens Ehren, das Ferdinandsland
ist, nannte.
Seine besondere Berühmtheit jedoch erlangt er durch die Fertigstellung eines Kataloges
von besonderen wissenschaftlichen West, in dem er die Stellungen von 6.748 Sternen
festhält.
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